inspired to move you! | Roland Sager

Die Challenge

Der Kampf mit dem inneren Schweinehund

Ich hatte meinem gesamten Umfeld mitgeteilt, dass ich einen Marathon laufen werde. Der Herbst und Winter allein waren schon Herausforderung. Nasskaltes Wetter, Schnee, Regen. Ich hatte zwar einen Trainingsplan, der sich aber eher nach einem Schönwetter-Plan las. Ich scheiterte regelmäßig, die geforderten Ziele im Plan umzusetzen. Das Wetter und das Scheitern machten so unglaublich viel Frust. 

Schlechtes Wetter

Herausforderung eins:

Wieder war ich an einem Punkt, an dem ich schon einmal stand. Ich erinnerte mich zurück. Damals wollten die Kilos nicht runter und ich war frustriert. Was hatte ich getan? Ich hatte das Vorgehen geändert und ich hatte reflektiert! So beschloss ich, auch hier mein Vorgehen zu ändern. Ich konzentrierte mich auf mich! Ich lief genau so weit, wann und so schnell ich konnte. Ich belohnte mich zwischendurch mit Sauna. Zelebrierte förmlich die bewusst gewählten Ruhetage zwischen den Läufen. Mein Wille wurde wieder gefestigt. Die Ergebnisse wurden besser und ich näherte mich langsam wieder den Plan an. Es funktionierte! 

Herausforderung zwei:

Aber als wenn das noch nicht genug Prüfung war, hatte mich fünf Wochen vor dem Marathon eine Grippe eingeholt. Eine Woche lang im Bett. Für viele wäre das jetzt das Aus gewesen, sie hätten das Handtuch geworfen. Auch ich hatte mit dem Gedanken gespielt. Ich ließ die darauffolgenden Wochen verstreichen, kein Training mehr, kein einziger Lauf. 

Herausforderung drei:

Dennoch startete ich am 26. April 2014 zu meinem ersten Marathon! Aufgeregt und mit mulmigem Gefühl Ich wusste, ich hatte eine sehr bescheidene Vorbereitung. Zweifel machten sich breit. Aber ich hatte in den letzten Monaten gelernt, immer schneller und besser gegen meine Zweifel anzugehen. So versuchte ich, den Lauf zu genießen. Viele Kilometer lief ich auch strahlend, lächelnd und es machte Spaß. Dann aber doch bei Kilometer 22 fing es langsam an, die Zweifel in mir wurden lauter. Du schaffst es nicht. Du bist am Ende. Du kannst das nicht! Und als wenn das nicht schon genug innere Abwehr war, kam bei Kilometer 26 erschweren dazu, nur 400 Meter von zu Hause entfernt,  mich ausgerechnet dort ein heftiger Krampf im Oberschenkel einholte. Ich war mental am Boden. Niedergeschlagen und bereit, aufzugeben.

Der Lohn des Kampfes

Der echte Kampf um Bestehen, oder Versagen:

Hier hielt ich inne. Ich blieb stehen, zog mich zurück an den Rand der Straße. Mit viel Kraft massierte ich selbst den Krampf weg. Während dessen fuhr ich mental einmal runter. Wieder hielt ich inne, schloss die Augen und blickte zurück, was ich bis zu diesem Kilometer bereits geschafft hatte. All die Niederlagen waren vor Augen, all die Höhepunkte, nach den Niederlagen. So weit gekommen, um aufzugeben? Nein! Ich öffnete die Augen und lief. Ich lief in Richtung meines zu Hauses … und vorbei! Ich lief mit dem Gedanken, mehr als die Hälfte hast Du bereits erreicht! Es geht also nur noch ins Ziel. Vor mir liegt weniger Strecke, als hinter mir. Und wieder funktionierte es! Ab Kilometer 32 hatte ich den Schweinehund in der Tasche. Ich lief wieder mit Freude, spürte den Schmerz und lächelte. Ich hatte mir meinen Marathon redlich verdient! Und damit nicht genug. Ich habe sogar bei Kilometer 40 noch andere Läufer motiviert, sie gezogen und bin mit wieder Anderen lächelnd in das Ziel eingelaufen!

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